Allgemeines
- chronische entzündliche Erkrankung des Zentralnervensystems (Gehirn und
Rückenmark)
- in Österreich ca. 100 MS-Erkrankungen je 100.000 Einwohner
- Erstauftreten oft zwischen 20 - 40 LJ
- Frauen gering häufiger betroffen als Männer
- die Krankheit wird nicht vererbt, Auslöser sind nicht sicher bekannt. Man
weiß jedoch, dass es sich um eine immunologische Erkrankung handelt, die
derzeit breit erforscht wird. Entsprechend gibt es auch einige erfolgreiche
Therapieformen, die die Krankheit positiv beeinflussen können.
Verlauf
- es gibt mehrere verschiedene Verlaufsformen
- akute Verschlechterung der Erkrankung werden als "Schub" bezeichnet
- die Verschlechterung ohne sichtbaren Schub nennt man "chronisch
progredient"
- dazwischen gibt es verschiedene Übergangsformen
- meist beginnt der verlauf "schubförmig". Die Symptome können sich bei
jedem Schub wieder zurückbilden.
- man therapiert den Schub mit einer "Schubtherapie". Diese besteht in
einer kurzzeitigen hochdosierten Kortison-Gabe.
- die Beschwerden die im Schub auftreten können sich unter der Therapie
teilweise oder auch vollständig zurückbilden
- um weitere Schübe hintan zu halten gibt es verschiedene Therapien
- in erster Linie sind dies beta-Interferone die man sich regelmäßig
spritzt.
- es gibt aber auch andere (das Immunsystem hemmende) Therapieformen, die
insbesondere bei chron. progredienten Verläufen eingesetzt werden.
Symptome
es gibt keinen Standardverlauf. Verschiedenste Symptome, die durch Schädigung
des Gehirns und des Rückenmarks hervorgerufen werden, können auftreten.
Charakteristisch ist jedoch, dass verschiedenste Regionen des Gehirns und
Rückenmarks gleichzeitig betroffen sein können, wodurch unterschiedlichste
Symptome nebeneinander auftreten können. Die hier angeführten dürfen daher nur
als Beispiel gelten:
-
Verschwommensehen auf einem Auge (als
Sehnerventzündung)
-
Doppelbilder
-
Nystagmus (ruckartige Augenbewegungen)
-
Lähmungen von einzelnen Muskelgruppen (Hände,
Arme, Beine, ...)
-
Sensibiltätsstörungen (Gefühlsstörungen an
verschiedensten Stellen des Körpers)
-
Koordinationsstörungen mit Ungeschicklichkeit,
Gangstörung
-
Sprachstörungen
-
Stuhl- und Harnstörung
-
Sexualfunktionsstörung
-
Depression
-
... und vieles mehr
Diagnostik
- typische Beschwerden
- Magnet-Resonanz-Untersuchung des Gehirns und Rückenmarks
- und einige ergänzende Untersuchung - insbesondere wenn man die Diagnose
noch sichern muss und eventuell auch andere in Frage kommen könnten
Links
Falls Sie weitere Links zur MS kennen, wenden Sie sich bitte an per email an
Dr. Wolfgang
Kubik (whkubik@neuroreha.info)
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